Freitag, 11. August 2017

Genesis - The Videoshow ... Musikvideos und ein paar Gedanken...

Es ist nicht immer ganz einfach für mich.

Zum Beispiel gerade jetzt, im Augenblick, in diesem Moment des Schreibens.

Die Kirche, die in der Nähe steht und ihren Gewohnheitswohnsitz hat, lässt ihre Glocken spielen und glöckelt, was das Zeugs hält. Es ist nicht so laut, dass ich gezwungen wäre, mit blutenden Ohren leben zu müssen. Es ist einfach dieser Klang, der Klang der Glocken, der mich bis tief ins Mark trifft und dafür sorgt, dass meine Konzentration sich ins Nirvana verabschiedet und ich mich anfange zu verkrampfen.

Nun könnte der Gedanke aufkommen, dass es eine Idee wäre, meine Firewall von der Lautstärke her in die Höhe zu treiben. Geht aber auch nicht, weil das mit der Firewall nur bis zu einer gewissen Lautstärke funktioniert; überschreite ich diese Marke, wohl eher Grenze, dann ist es keine Firewall mehr, sondern eine weitere Geräuschkulisse, die mich nur bei der Arbeit stört.

Was kann ich nun bei so eine einem Geräusch die dem Läuten von Kirchenglocken machen?

Wenn die Kirche so nahe steht, wie in diesem Fall, habe ich bis heute nichts gefunden, dass wirklich hilft. Diesem Lärm bin ich mehr oder weniger schutzlos ausgeliefert.
Nicht nur das, sondern es kommt auch dazu, dass ich aus der Welt der Konzentration gerissen werde. Sobald ich da einem nicht mehr drinnen bin, und ich von Neuem einzusteigen habe, dauert es einfach seine Zeit. Bevor ich diesen Versucht unternehme, muss ich aber zuerst wieder runterkommen, und mich beruhigen. Bevor ich nicht einen gewissen Ruhepunkt erreicht habe, ist jeder Versuch zum Scheitern verurteilt.

Da fällt mir der alte, langweilige Spruch ein: der Mensch hat es nicht leicht, aber leicht hat es den Menschen.

Immer wieder stelle ich mir die Frage, wie andere Menschen das machen: wie die es fertigbringen, bei jeder Art von Lärm konzentriert zu bleiben.
Ehrlich gesagt: ich war immer sehr, sehr neidisch auf jeden und jede, die das haben machen können. Für mich hat das wie ein Zaubertrick gewirkt und ausgesehen: kurz an den Arbeitsplatz sitzen, die notwendigen Werkzeuge in die Hand nehmen und schon geht es los mit der Arbeit. Egal was passiert: es könnte sogar ein Erdbeben sich bemerkbar machen: sie lassen sich nicht stören und gehen unbeirrt der Arbeit nach.

Dann ich: es braucht nur eine Feder neben mir auf dem Tisch zu landen und schon habe ich das Gefühl, ich sollte mich in einen Türrahmen retten, um dem Erdbeben zu entgehen.

Nun gut und wie dem auch sei:

So eine Firewall kann ihren Zweck auch nur bis zu einem gewissen Punkt erfüllen und hat, wie die meisten Dinge, einen oder zwei Schwachpunkte, denen man, in dem Fall ich, ziemlich wehrlos gegenübersteht und sich fragt, ob es den wirklich keine Lösung gibt.

Im Winter ist es einfach: Fenster zu, Firewall in Gang setzen und gut ist.

Im Sommer hingegen, kann ich das Fenster zwar auch schliessen, aber das mit der Hitze, ist ein weiteres Problem, welches sich dann aufmacht. Ist es im Sommer nicht der Lärm, ist es die Hitze und die macht mir, im direkten Vergleich viel mehr zu schaffen.

Wer mich auch nur ein ganz klein wenig kennt, der weiss, dass Hitze, oder anders gesagt: jede Temperatur über 15Grad Celsius; ein Greuel ist und eigentlich in Hitzefrei umgewandelt werden sollte.

Zurück zum Ausgangspunkt:

Die DVD von Genesis.

Auf dieser DVD ist nun kein Konzert von Genesis gespeichert worden. Die Macher, die Leute, die dafür verantwortlich sind, haben so ziemlich alle Musikvideos von Genesis genommen und sie auf DVD gebannt.

Damit es ist nicht nur eine Sammlung von Videos, sondern auch noch eine Best-of.

Bis heute habe ich diese DVD schon ein paar Mal benutzt, um sie als Firewall zu missbrauchen. Noch bei jedem Durchgang hat es perfekt funktioniert.

Wie sie das machen, weiss ich nicht, aber: sobald die DVD in Gang gesetzt worden ist, kann ich arbeiten. Auch wenn es Lieder hat, die ich definitiv zu meinen Absoluten Favoriten zähle, kann ich dennoch, ohne von diesen abgelenkt zu werden, meiner Arbeit nachgehen.

Das kommt selten vor, dass ein Lied mich zwar in seinen Bann und sogar in seine Welt ziehen kann, aber auf der anderen Seite kann ich dazu arbeiten und das Lied geht seinem Zweitjob als Teil der Firewall perfekt nach und lässt mich, als ob es das bewusst machen würde, meine Arbeit machen und hält nur die überflüssigen Geräusche von mir fern.

Auch von der Länge her ist diese Videosammlung perfekt. Ich kann auch längeren Arbeiten nachgehen und, wenn nötig, kann ich sie mir zwei, drei oder vier Mal am Stück geben, ohne gelangweilt oder abgelenkt zu werden.

Für mich eine perfekte Firewall-DVD, die ihrem Zweit-Zweck perfekt nachkommt und keine Probleme macht, nein, sie hält sie sogar von mir fern.



Donnerstag, 10. August 2017

Silbermond - Live at Rockpalast ... DVD .. meine Gedanken

Wenn ich einer Arbeit nachgehen will, brauche ich, damit ich mich so weit wie möglich konzentrieren kann, eine Art der Firewall, die dafür sorgt, dass so viele Geräusche von aussen, wie möglich blockiert werden und mich und vor allem meine Ohren nicht erreichen.

Diese Firewall kann ein Film sein, der im Hintergrund läuft. Es kann auch eine Musik-DVD, eine Konzert-DVD oder einfach eine Audio-CD sein.

Das jeweilige Medium läuft dann im Hintergrund, in einer gewissen, für mich ertragbaren und brauchbaren Lautstärke und hält so viele Geräusche wie möglich davon ab, mich zu stören, in meinen Kopf und vor allem in meine Gedanken und Gedankengänge einzudringen.

Das Auswahlverfahren ist nicht ganz einfach und wenn ich versuchen würde es zu erklären, würde das so gar nicht funktionieren.

Bei einer Audio-CD muss ich jedes einzelne Lied kontrollieren und schlussendlich die Stücke, welche brauchbar sind, auf eine Playlist setzen, die dann abgespielt werden kann, wenn benötigt.

Wie es sich gehört, ist das natürlich nicht so einfach, wie es sich anhört, gibt es Lieder, die jenachdem, wie mein Gemütsstand gerade aussieht, funktionieren, oder eben nicht funktionieren.

Dann die Filme. Auch hier muss ich mehr als vorsichtig sein, darf ich keine Filme nehmen, die mich in ein Loch reissen können, oder solche, die die Depression in mir anwachsen lassen.

Dann noch Konzert-DVDs / Konzert-Blu Rays.

Es kann ja gut sein, dass es unter all den Lieder, die gespielt werden, eines oder zwei hat, die mein Gemüt in die Tiefe ziehen können. Dann gibt es wieder solche, auf denen nur Lieder zu finden sind, die mich dazu bringen können, auf den Tisch zu springen und mitzutanzen.

Also bin ich auch hier gezwungen, Konzerte zu finden, die, wenn möglich, keines, oder ein oder zwei Lieder aufweisen, die problematisch sein können.

Bin ich bei der Arbeit und dann noch einigermassen konzentriert, fallen mir diese negativen Lieder viel weniger auf und ich schaffe es irgendwie, sie zu überhören. Damit hätten dann alle Seiten gewonnen.

Jetzt habe ich eine Menge geschrieben, aber noch nichts darüber, wie sich dieser Live-Mitschnitt der Gruppe Silbermond ins Geschehen und in das Verlange einfügt.

Sicher, es mag sich jetzt ein wenig lächerlich anhören, aber für mich stellt das wirklich ein grosses Problem dar: dieses Konzert ist einfach viel zu kurz.

Da es bei mir ein wenig dauert, bis ich in der Phase der Konzentration bin, bis ich endlich angefangen habe, etwas brauchbares zu machen, ist dieses Konzert schon in der Hälfte angelangt.

Noch viel schneller, so kommt es mir auf jeden Fall vor, ist es dann auch schon vorbei und es wird Tschüss und Bye Bye gesagt und gut ist.

Dann sitze ich da, weil es plötzlich so still um mich herum ist, bis zu dem Moment, wo die geballten Geräusche, die bis vor ein paar Sekunden noch an der Firewall abgeprallt sind, meinen Kopf, meine Gedanken und mein Denken fluten und ich brutal in die Wirklichkeit zurückgerissen werde.

Nicht schön, wirklich nicht schön. Vor allem, weil es für mich dann wieder so sehr lange dauert, bis ich wieder am gleichen Punkt angekommen bin, um mit der Arbeit weitermachen zu können. Wenn ich dann Pech habe, stelle ich fest, oder habe ich den Zwang, ich müsse noch einmal ganz von vorne Anfangen und so geht einfach viel zu viel Zeit verloren.

Dieses Konzert ist, an und für sich nicht schlecht.

Aber es ist zu kurz, als dass ich diese DVD für die Thematik Firewall gebrauchen könnte.

Buch - Alfons Kifmann - Die Gelbe Gier - Schwarzbuch ADAC - Die Insider-Story und meine Gedanken

Ja.

Es ist so.

Ich gehe nicht viel nach draussen.

Die Gründe dafür, könnte ich an dieser Stelle zwar anführen, müsste dann aber auch zugeben, dass es der falsche Platz dafür ist.

Nun gut.

Es gibt aber auch Themen, über die ich mich gerne informiere, bei denen es aber nicht genügen würde, einfach nur nach draussen zu gehen.

Nehmen wir das Thema, das in diesem Buch abgehandelt wird:

Der ADAC. Der Automobilverein aus Deutschland.

Was habe ich bis vor ein paar Tagen schon gewusst von diesem Verein?

Im Grunde genommen: nichts. Gar nichts. Nur das eine oder andere, was ich in der Zeitung überlesen habe, was in den Nachrichten abgehandelt worden ist. Schlussendlich also viel zu wenig.

Dann, vor einigen Monaten habe ich entdecke, dass es Bücher gibt, bei denen auf dem Cover gross und mächtig das Wort "Schwarzbuch" aufgedruckt worden ist.

Schwarzbuch. Was für ein verheissungvolles Wort.

Nicht nur das Wort an und für sich hat dafür gesorgt, dass ein gewisses Interesse an dieser Buchreihe aufgeblüht ist.

Eher die Themen, die Firmen, Vereine und was sonst noch alles, die darin behandelt werden: ADAC, Deutsche Bundesbahn, Deutsches Militär, WWF und noch einiges mehr.

Wobei: mir ist gerade aufgefallen, dass so viele Themen Deutschland betreffend dabei sind, die Schweiz sich aber mal wieder gnadenlos neutral oder zurückhaltend verhält. Was nicht ist, kann aber noch werden und es gibt bald oder später ein Buch, in welchem ein typisch Schweizerisches Thema behandelt wird.

Es geht um den ADAC.

Ein Insider packt aus und zeigt auf, wie es innerhalb des ADAC abläuft, wie gehandelt wird, warum auf welche Art und Weise gehandelt wird und wer die Personen sind, die handeln.

Natürlich ist auch mir ganz klar und bewusst, dass ein ehemaliger Mitarbeiter, wie derjenige, der dieses Buch geschrieben hat, nur seine Sicht der Dinge und vor allem seine Sicht der Wahrheit schriftlich festgehalten hat.

Was wäre herausgekommen, wenn Leute, die in diesem Buch aufgeführt werden, sich schriftlich geäussert hätten, zu den Szenen, in denen sie vorkommen? Wie würde es dann aussehen? Müsste der Leser in dem Moment die goldene Mitte nehmen oder für sich selber entscheiden, wem er nun mehr glaubt und somit näher an der Wahrheit ist?

Klar: solche Bücher müssen mir einer gewissen Vorsicht genossen werden.

Ich für meinen Teil denke da immer: wenn auch nur die Hälfte stimmt, von dem, was da aufgeschrieben und -notiert worden ist, dann sieht es, zum Beispiel beim ADAC, eher mies und sehr schlecht aus.

Ein Präsidium, welches aus sehr alten, eigentlich eher schon greisen, Greisen besteht und zusammengestellt ist.
Alte Männer, die schon lange nicht mehr am Puls der Zeit sind und daher zwar durchaus Entscheidungen treffen können und auch dürfen, aber sehr oft beweisen, dass der Zug bei ihnen schon lange abgefahren ist und sie brutal und halsstarrig in der Vergangenheit leben und auch Entscheidungen treffen, die zwar damals richtig und gut gewesen wären, aber in der heutigen Zeit einfach nur scheisse sind.

Ein Verein, der aus alten Männern besteht also.

Ein Verein, der eigentlich nicht Geld anhäufen dürfte, schon gar nicht, wenn es sich dabei noch um das Geld der Mitglieder handelt.

Wenn es stimmt, dass der ADAC zu seinen besten Zeiten schlappe 2 bis 3 Milliarden Euro auf der hohen Kante hatte oder vielleicht noch hat, dann wird mir fast übel.

Da stellen sich einige Fragen.

Zum Beispiel: Warum erhöht ein Verein, der so viel Geld sein eigen nennt, immer wieder den Mitgliederbeitrag, obwohl das nicht nötig wäre. Eigentlich könnte jahrelang auf diesen Verzichtet werden und dennoch könnte der Verein noch sehr gut von den Zinsen leben und existieren.

Es gibt einige, viel zu viele, solcher Beispiele, die in diesem Buch angeführt werden.

Wie gesagt: wenn nur die Hälfte davon stimmt.

Wie ich schon sagt und erwähnt habe: es gibt einige Fragen, die mir durch den Kopf gehen und mich ein wenig nervös werden lassen.

Ein weiteres Beispiel für eine solche Frage: wie war es eigentlich möglich, dass der ADAC das so lange Zeit hat machen können, ohne dass es jemand bemerkt hat? Wie war es bloss möglich, dass dieses Treiben so lange Zeit hat durchgezogen werden, ohne das ein Mensch Verdacht geschöpft hat?

Ein kleiner Gedanke: wenn ein Verein, was der ADAC ja eigentlich ist, der plus minus über nicht so viele liquide Mittel verfügen dürfte, in der Lage ist, von heute auf morgen 60 Millionen DMark auf den Tisch zu legen, für ein Projekt, das mit den Vereinssatzungen nichts zu tun hat und das, hätten die Mitglieder ein wenig mehr darüber gewusst, nicht unterstützt hätten: wie um Himmels Willen war es möglich, dass das niemandem verdächtig aufgestossen ist und wenn es doch den einen oder anderen hatte: warum haben die nichts gesagt????

Jetzt geht es bei meinem Geschreibsel aber nicht darum, eine grossartig ausgeklügelte Kritik über dieses Buch zu schreiben.

Mir geht es eher darum zu entscheiden, für mich herauszufinden, ob mich dieses Buch mitten in eine Depression ziehen kann, oder ob es mich zum Nachdenken anregt, aber ansonsten in Ruhe lässt und mein Gemüt keinen Schaden nimmt.

Nun darf ich nicht vergessen zu erwähnen, dass mein Vertrauen in die Menschheit an und für sich und in einzelne Menschen, nicht erwähnenswert ist. Mit anderen Worten: Ich soll der Menschheit, den Menschen, wenn möglich noch einzelnen Personen vertrauen?
Guter Gag.
Sehr guter Witz.

Ich lache im nächsten Leben darüber, wenn ich nicht mehr so verkrampft und nahe einer Depression bin.

Nun habe ich dieses Buch gelesen.

Es gibt, wie könnte es auch sein, einiges, vor allem, was das Verhalten einzelner Menschen betrifft, das ich gar nicht verstehe. Oder, ich sollte es so formulieren: ich kann bis zu einem gewissen Punkt, theoretisch verstehen und nachvollziehen, warum sie so gehandelt haben, wie sie gehandelt haben; aber, wenn ich an die Regeln, die zwischen den einzelnen Menschen eingehalten werden sollten denke, dann stehe ich da und bringe keinen Funken Verständnis auf, weil ich es, so leid es mir tut, nicht verstehe.

Warum nicht das Richtige tun, wenn man eine Position innehat, welche einem die Macht verleiht, ohne grossen Druck, das Richtige zu tun?

Nun weiss ich aber auch, dass, sobald jemand eine solche Position sein eigen hat, er dafür sorgen muss, dass er diese nicht gleich wieder verliert. Es dürfte von daher nicht ganz einfach sein, etwas Gutes zu tun, ohne das man dafür in negativen Sinne büssen muss.

Gibt es doch Menschen, die einem diese Position neiden und gerne an der gleichen Stelle wären.

Und jetzt ist der Punkt erreicht, wo ich zwar weiterschreiben könnte, aber gleichzeitig fängt sich in meinem Kopf alles an zu drehen.

Es dreht sich, weil ich sehe, wie kompliziert das Leben, und das nur an diesem einen Punkt sein kann und wie brutal schwer es sein kann, Gutes zu tun, wenn man immer aufpassen muss, den Rücken freizuhaben.

Schlussendlich: es hat sich auf jeden Fall gelohnt, dieses Buch zu lesen.

Mein Glauben an die Menschheit ist eh schon so weit unten, viel weiter runter kann es nicht mehr gehen. Betrachte ich es von diesem Punkt aus, macht mir dieses Buch keine grossen Probleme.

Erst, wenn ich versuche zu verstehen, warum und wieso, dann dauert es nicht lange, bis mein Herz anfängt, schneller zu schlagen, bis ich gewisse Verkrampfungen im Rücken verspüre und so richtig hören kann, wie sich die Kopfschmerzen durchs Laub schleichend, mir nähern wollen.

Wie dem auch sei: Um dieses Buch zu lesen, muss ich persönlich darauf achten, den richtigen Zeitpunkt zu erwischen.


Freitag, 4. August 2017

Dream Theater - Six Degrees of Inner Turbulence .. genial bis perfekt ..

"The Glass Prison"

Dream Theater können es einfach nicht sein lassen, auf der anderen Seite: so lange die Musik so gut ist?

Was sie nicht haben sein lassen können?

Sie haben ein Konzeptalbum auf den Markt gebracht, allerdings hat die Musik nicht auf eine CD gepasst und so ist daraus eine Doppel-CD geworden und es geht gleich mit einem 13 Minuten - Brecher los :-)

Es gibt in diesem Bereich der Musik nicht viele Gruppen, die es schaffen und dann mit einer so anscheinenden Leichtigkeit, einen Song dieser Länge an den Anfang eines Albums zu setzen, der zu keiner Sekunde langweilig wird, der mich von Anfang an mitten in die Handlung reisst und mich auch nicht mehr rauslässt und selbst wenn, ich würde bleiben wollen.

Hier zeiten DT schon einiges, was bei ihnen unter Können zu verbuchen ist und es ist einfach nur ein Bruchteil vom Ganzen.

Grandioser Song.

"Blind Faith"

Und weil sie eh schon dabei sind und es mir sonst langweilig werden könnte, hauen sie gleich noch einen 10 Minuten - Songer hinterher und raus.

Ich weiss nicht, wie sie das gemacht haben, aber ich habe das Gefühl noch immer mitten in der Geschichte zu sein, aber nicht gehend, liegend, nein, als ob ich schwebend zwischen den Figuren wandeln würde, alles sehend, beobachtend, miterlebend.

Was für ein tolles und geniales Gefühl.

"Misunderstood"

Noch immer erzählen sie die Story und noch immer bin ich mitten drinnen.

Das kann auch nur funktionieren, weil die Musik über jeden Zweifel erhaben ist, weil sie einfach so gut ist und alles perfekt von einem ins nächste greift.

Da möchte ich bis am Schluss drinnenbleiben und der Story an der Ferse klebenbleiben :-)

"The great debate"

Nur um es gleich geschrieben zu haben: auch das ist ein 13-Minuten langer Song :-) und ich schwebe noch immer mitten in der Geschichte und fühle mich einfach nur ganz toll :-)

"Disappear"

Ich bin noch immer mitten in der Geschichte, schwebend, beobachtend, geniessend.

"Six Degrees of inner turbulence overture"

Ich komme einfach nicht davon weg und raus :-)

"About to crash"

Noch immer mittendrinnen, statt nur dabei :-)

"War inside my head"

Ein Vorwort zum nächsten Lied.

"The Test that stomped them all"

Ich komme einfach nicht raus aus der Geschichte, höre immer noch ganz gespannt zu und will wissen, wie die Handlung und Story endet.

"Goodnight Kiss"

Wirklich ein Song, den man für die Gute Nacht Geschichte verwenden kann.

"Solitary Shell"

Grandios.

"About to crash Reprise"

Das Lied wird abgeschlossen und die Story nähert sich dem Ende und dem Höhepunkt.

"Losing Time / Grand Finale"

Das ist es, was ich unter einem würdigen Finale verstehe :-)

Bleibt noch zu sagen: dieses Doppel-Album kann ich mir ohne wenn und aber anhören, wenn es mir nicht gut geht. Ich werde in die Geschichte gezogen und kann für ein paar Minuten alles um mich herum vergessen, ein wenig Erholung auf mich einwirken lassen und chillen und Energie tanken :-).

Thor .. der erste Teil ..

Marvel.
Marvel-Comic-Universe.
Thor.

Eines muss ich Marvel und seinen Leuten neidlos zugestehen: sie haben das alles sehr geschickt aufgezogen.
Auch wenn eigentlich jeder der Marvel-Heldenfilme für sich selber stehen kann, so ergibt erst das Ganze, alle Marvel-Superhelden-Filme zusammen und bis zu einem Grad auch die meisten TV-Serien, ein Gesamtbild.
Nicht umsonst sprechen die Macher von verschiedenen Phasen.
Mit dem vierten Teil von Marvel’s The Avengers wird die erste Hauptphase zu Ende gehen und es wird eine zweite Haupt- mit diversen Unter- und Nebenphasen starten.
In Thor 01 wird die Figur vorstellt. Es wird gezeigt, woher Thor kommt, wie er zu seinem Hammer gekommen ist, wer seine Familie ist, wer seine Freunde sind, wie es mit seinem Stiefbruder Loki zum Bruch gekommen ist und so weiter und so weiter.
Einen kleinen Einwurf muss ich noch machen:
Was auch ganz geschickt gehandelt worden ist; Marvel kann sich die Zeit nehmen, die wirklich benötigt wird, um die einzelnen Helden vorzustellen.
Nehmen wir einmal Thor.
Es wird gezeigt, das Thor ein verwöhntes Balg ist, der eigentlich gar nicht weiss, was er macht und vor allem, welche Macht er eigentlich hat. Es wird auch sehr deutlich aufgezeigt, dass er vorlaut ist, nicht wirklich überlegt, was er macht und welche Auswirkungen seine Handlungen haben können.
Er zettelt einen Krieg mit einem anderen Volk an. Was er nicht bemerkt ist, dass er von Loki bis zu einem gewissen Punkt manipuliert wird.
Dieser Krieg sorgt dafür, dass Thor auf die Erde ins Exil geschickt wird, um zu lernen, was es heisst, seinen Verstand zu gebrauchen, für andere da zu sein und sich, wenn nötig, auch zu opfern. Selbstlosigkeit, Beherrschtheit und noch einiges andere, was zu einem Gott gehört, das soll er lernen.
Loki in der Zwischenzeit, sorgt dafür, dass seine heimlichen Verbündeten die Rüstung des Destroyers stehlen können. Eine Rüstung, die nicht zerstöret werden kann. Eine Rüstung, gegen die sogar ein Gott recht alt aussehen kann.

Auf der Erde lernt er auch eine Frau kennen und lieben. Wie es sich halt für diese Art von Geschichten gehört. Zum Glück nimmt dieser Teil der Handlung nicht viel Raum ein.
Nun habe ich zwar geschrieben, dass dieser Film auch für sich selber stehen kann, was bis zu einem ganz kleinen gewissen Punkt: es wird einer der Infinity-Steine eingebracht, der im dritten Teil der Avengers eine wichtige Rolle spielen wird.
Auch ist Loki nicht tot, wie der Zuschauer zuerst annehmen möchte. Loki taucht am Schluss aus und hat die geistige Macht über einen Doktor übernommen, der nun nicht weniger als eine ferngesteuerte Marionette. Damit hat Loki bei den Avengers, besser bei S.H.I.E.L.D. eingeschleust.

Ich für meinen Teil liebe diesen Film.

Thor stammt aus Asgard.

Asgard ist eine Stadt, eine Wolkenstadt, der Götter.
Jetzt hat man den richtigen Regisseur gebraucht, der fähig ist, nicht nur die Vision einer solchen Stadt zu haben, sondern diese dann auch noch auf die Leinwand zu bringen.
Kenneth Branagh.
Ein ganz grosser und eifriger Kenner von Shakespeare und allem, was in diese Region gehört.
Als ich mir diesen Film im Kino angesehen habe, habe ich meinen Augen nicht trauen wollen: Branagh hat es mehr als geschafft, Asgard auf die Leinwand zu zaubern.
Meine Fresse: was für ein Anblick J selten wurde die Stadt der Götter so genial und perfekt gezeigt und gezeichnet.
Dann die Räumlichkeiten, wo sich die Götter aufhalten, ihre Parties feiern und ihrem Leben nachgehen.
Dann auch die Bilder auf der Erde.
Grandios.

Die Story, einfach sehr gut und wirklich durchdacht, so dass schlussendlich ein Rädchen ins andere greift und aus all den Marvelfilmen ein ganz grosses Ganzes wird J

Es ist auch der Humor, den ich an diesem Film mag. Keine Frage, ich habe fast durchgehend ein Grinsen im Gesicht J

Ein Film, der, auch hier verwende ich den Ausdruck, wie eine wirkende Medizin auf mich wirkt J




From Paris With Love .... Travolta at his best ...

John Travolta.
Scientology.
Sekte.
Travolta ist eines der Mitglieder, das am höchsten eingestuft ist.
Natürlich weit hinter Tom Cruise. Der scheint ja fast der Big Boss zu sein, aber das ist eine andere Geschichte.

John Travolta.
Ja, er ist Mitglied. Er ist ein hochrangiges Mitglied.
Trotzdem kann ich ihn eher akzeptieren, als zum Beispiel Tom Cruise und Will Smith.

Wo liegt der Unterschied? Ja, den sollte ich erwähnen.
Will Smith: ich weiss nicht mehr bei welchem Film es war, aber, einmal hatte er die Idee, die er auch noch für gut gehalten hat, Dokumentationen zu verteilen, Werbung zu verteilen, sich gross für Scientology einzusetzen und neue Mitglieder zu werben.
Tom Cruise ist auch so eine Geschichte. Der macht eh alle fünf Sekunden Werbung für den Verein.
Nach seiner letzten Scheidung wollte er zwar die Kinder für sich alleine haben, damit sie im Sinne der Sekte erzogen und auferzogen werden.
Die Kinder hatten Glück, sehr viel Glück und leben jetzt bei ihrer Mutter und dürfen wie ganz normale Kinder aufwachsen.

Travolta hingegen? Wenn man es nicht direkt weiss, würde man kaum auf die Idee kommen, dass er zu diesem Verein gehört.
Er hält sich sehr bedeckt und macht in der Öffentlichkeit auch kaum Werbung für die Sekte.

Es ist viel eher bekannt, dass er nicht nur eine Villa hat, die grösser als gross ist, sondern dass er auch einen Flugplatz davorstehen hat, auf dem aber nicht ein kleines, Miniflugzeug steht, nein, dort ist ein Jumbo, den er sogar fliegen kann.
Ja, Travolta ist gelernter Pilot und darf diese Flugzeuge fliegen.
Soviel ich weiss, hat er das Teil aber vor einiger Zeit verkauft. Wenn so was nicht der Job ist, dem man nachgehet, verliert man einfach eines Tages die Lust und braucht etwas Neues, das einem herausfordert.
Denke ich für mich.

Da haben wir jetzt einen Film, einen Action-Film .
Produziert von Luc Besson, der sich als Produzent von Actionfilmen in den letzten Jahren einen hervorragenden Namen gemacht hat.
Sicher, es sind meistens Actionfilme, die nicht ganz mit den ganz grossen im Business mithalten können, aber, die meisten davon sind sehr unterhaltsam und stehen weit über dem Durchschnitt, der gleich in der Videothek landet.

From Paris With Love.

Es ist ein Actionfilm.
Ein Actionstreifen.
Nicht mehr und nicht weniger.
Die Story ist nicht besonders wichtig.

Travolta hat seit einigen Jahren mal wieder einen Charakter spielen dürfen, den man sich gerne zu Gemüte führt.
Durchgeknallt, sprücheklopfend, schiesswütig, immer voll auf Draht, und sehr von sich selber eingenommen.
Was mich stört ist sein Sidekick, der von Johnathan Rhys Meyers gespielt wird.
Der passt irgendwie einfach nicht dazu. Er stört mich irgendwie im Gesamtbild.
Die ganze Zeit trägt er eine Vase mit ich rum, die gefüllt mit Drogen ist, nur damit am Schluss festgestellt werden darf, dass es im Grunde genommen um einen Terroranschlag geht.
Bäh.
So lange ich mich nicht mit der Handlung belaste, macht der Film sehr viel Spass und Travolta scheint bei den Dreharbeiten auch den Schalk im Nacken gehabt zu haben, was sie sehr positiv auf die von ihm gespielte Figur übertragen hat.

Wo ich ein wenig aufpassen muss: ich darf die Handlung nicht ins Bewusstsein lassen, sonst fange ich an mich zu ärgern, was im schlechtesten Fall dazu führen könnte, dass es mich in die Tiefe reisst.
Aber eben: ansonsten macht der Film Spass und Travolta ist das absolute Beste an diesem Streifen.




Donnerstag, 3. August 2017

Batman Forever .. ein Griff in den ganz grossen Mist ..

Wer weiss, wer weiss.
Vielleicht habe ich schon erwähnt, dass Batman eine der Comicfiguren ist, die ich am meisten mag und deren Comics ich mir am liebsten zu Gemüte führe.

Daher war ich zu der Zeit, als bekannt geworden ist, dass Regisseur Tim Burton sich um die Verfilmung von Batman kümmern würde, mehr als positiv überrascht.
Der erste Film war einfach genial und, von mir ausgesehen, ein Meilenstein in Sachen Comicverfilmungen.
Auch der zweite Teil, der wiederum von Tim Burton umgesetzt worden ist, gehört zum Besten, was in Sachen Verfilmungen von Comics zu haben ist.

Dann die Nachricht: Tim Burton hatte keine Lust mehr und verzichtete darauf, den dritten Teil zu machen.
Wer sollte nun den Stuhl des Chefs übernehmen? Welcher Regisseur verfügte über gleich herausragende visionäre Fähigkeiten wie Tim Burton?

Joel Schuhmacher? Wirklich?
Sicher kein schlechter Regisseur, wenn er den richtigen Stoff hat, den er umsetzen kann. Man nehme nur den Film Phone Booth: der spielt praktisch die ganze Zeit in und um eine Telefonkabine herum. Der Hauptdarsteller wird von einem Scharfschützen in der Kabine festgehalten. Will er einen Schritt zu weit weggehen, soll er erschossen werden. Dann noch die Polizei, die ihn einkreist. Der Film ist von Anfang bis Ende grausam spannend und zeigt einen Regisseur in Bestform.

ABER:
Batman?

Wirklich?

Batman?

Schon die ersten Bilder, die den Weg zu den Fans fanden, liesen schlechtes und sehr schlimmes erwarten.

Batman, der immer dunkel, düster und geheimnisvoll gehalten wird, ein Comic, der dreckig, schmutzig ist und dessen Held das Wort Humor immer nachschlagen muss, wenn er es hört und plötzlich sitzt Batman in einer Welt, die leuchtet, blinkt, farbig und froh ist und wie ein LSD-Trip scheint, der selber auf einem LSD-Trip ist?

Nein, das geht gar nicht.

Dann noch One-Liner, die in etwa so lustig sind, wie wenn ich mir meinen rechten Fuss anzünde und mich darüber beschwere, dass der linke kalt bleibt.
Eben: gar nicht lustig.
Val Kilmer als Batman? Das geht auch nicht. Eine Fehlbestzung, wie sie im Buche steht. Sicher, Kilmer kann am Schluss nichts dafür, hat er sich doch die grösste Mühe gegeben, um der Vorlage gerecht zu werden.

Jim Carrey als The Riddler? Uff. Na ja, der hat die Rolle auch nur bekommen, weil er zu der Zeit gerade am und um seinen Zenit herum gekrebst ist.

Tommy Lee Jones als Two-Face? Boah, ne, Leute. Sorry, geht schon gar nicht.

Nicole Kidman? Die passt sehr gut in den Film, weil sie am Schluss genau so steril wirkt und rüberkommt, wie die Kulissen.

Die Handlung ist eh für die Füchse und muss nicht erwähnt werden.

Als Fan von Batman kann ich nur sagen: egal wie farbig und bunt der Film daherkommt: er ist einfach nur Müll und Mist.

Ich selber kann mir den Film nicht mehr ansehen. Schon beim ersten mal wurde mir fast schlecht und ich habe mich im Anschluss mies gefühlt. Auch zieht mich nur schon der Gedanke an dieses Machwerk sehr weit runter.

Für mich selber kann ich nur sagen: dieser Film ist eine ganz grosse Gefahr für mein Gemüt.


Zwar habe ich den Film seinerzeit im Kino gesehen, aber es war an einem Mittwochnachmittag, ich bin billiger reingekommen und ich hatte den ganzen Kinosaal für mich alleine: ja, ich war wirklich der einzige, der an diesem sonnigen Mittwochnachmittag Lust auf diesen Film hatte.