Sonntag, 17. Dezember 2017

Axel Rudi Pell - Wild Obsession ... es geht besser, viel, viel, sehr viel besser ..


Axel Rudi Pell und sein Album «Wild Obsession».
Gehört zu den Scheiben, die ich mir, warum auch immer, nicht wirklich oft angehört habe.
Mal sehen, eher hören, warum das so ist.

Es geht los mit dem Song «Wild Cat».
Wie könnte es anders sein: Pell legt gleich einmal mit einem richtigen Brett los und vor und weckt auch noch jeden Schlafwandler auf.
Ein echter und brachialer Rocker. Kann ich mir gut anhören und ich schalte auch nicht aus oder zum nächsten Lied weiter, wenn es läuft. Auf der anderen Seite fehlt eine ganz kleine Kleinigkeit, um aus diesem Song ein zeitloses Lied zu machen. Wenigstens fördert es bei mir keine Depressionen und hält mich auf dem Niveau, auf welchem ich zum Zeitpunkt des Hörens bin.
Ich bin plötzlich mit den Gedanken abgedriftet. Damit wäre auch hier alles gesagt.

«Call of the Wild Dogs».
Auch ein echter Rocker und Brecher vor dem Herren des Rocks. Kommt auch nicht schlecht. Trotzdem fehlt auch hier so eine ganz kleine Kleinigkeit.
Es reicht einfach nicht, damit mir der Song in den Ohren hängenbleibt. Schade eigentlich.
Aber auch hier gilt: zieht mich weder rauf noch runter und damit kann ich gut leben.

«Slave of Love»
Ja, sicher, rockt, packt und so weiter. Aber auch hier laufe ich Gefahr, nach ein paar Sekunden mit den Gedanken sehr weit weg zu sein.
Aber: ich werde nicht runtergerissen oder nach oben gedrückt. Damit ist das Lied hörbar für mich.

«Cold as Ice»
Hier gilt mehr oder weniger das gleiche, wie ich es schon bei den vorherigen Liedern geschrieben habe.

«Broken Heart»
Das ist dann doch wieder ein ganz anderes Kaliber.
Eine Ballade.
Und wie die rüberkommt.
Perfekt. Um es kurz, knapp und knackig zu be- und umschreiben.
Eine Ballade, die mich sogar aufrichten kann und mir, im richtigen Moment, sogar gut tun kann.

«Call her Princess»
Ah, ja.
Muss jetzt nicht wirklich sein. Mag mich nicht wirklich zu überzeugen.

«Snake Eyes»
Stampfend und treibend und packend kommt es daher. Diesen Song mag ich sehr und er scheint mir von mal zu mal besser zu gefallen J

«Hear you calling me»
Na endlich ein Song, der mich von vorne bis ganz am Schluss zu überzeugen weiss und der mich, sollte es mir wirklich schlecht gehen, auch nach oben zu drücken vermag und meiner Laune, der guten Laune vor allem, mehr als förderlich ist.

«Return of the Calyph from The Apocalypse of Babylon»
Ein Intro. Kann ich also übergehen und überspringen.

«Promised Dreams»
Sicher, auch kein schlechter Song, aber packt mich einfach nicht genug, damit ich das Verlangen verspüre, ihn bis am Ende hören zu wollen.

Mein fazitliches Fazit:

Sicher ein Album, das ich mir anhören kann, wenn ich es per Zufall einlegen sollte.
Aber ist irgendwie ein Album, das ich zwar in die Hand nehme, nur um es dann gleich wieder zurückzustellen.

Samstag, 16. Dezember 2017

Jean Beauvoir - Chameleon ... Ein Album des Schreckens ..


Es soll ja durchaus im Bereich des Möglichen liegen, dass ich mich, wenn auch nur sehr selten, ein ganz klein wenig täusche.
Im Falle von Jean Beauvoir scheint es so zu sein.
Vielleicht habe ich mich auch von seiner Gruppe Voodoo X. blenden lassen, die zwar nur ein Album auf den Markt geworfen haben, dafür aber eines, ohne wenn und aber und vor allem, eines, das einfach sehr gut und mehr als hörenswert ist.
Dann wäre da seine Soloscheibe Jacknifed, die mich von vorne bis hinten, von der ersten bis zur letzten Sekunde eigentlich nur enttäuscht hat.
«I wanna know» heisst der Einstieg in dieses Album und ich bin, da ich schon lange nicht mehr reingehört habe, gespannt.
Hmm. Ich ertappe mich dabei, wie ich ein ganz klein wenig mit den Füssen mitwippe und wie ich mir Gedanken darübermache, ob mir das Lied gefällt oder nicht. Auf der anderen Seite ist mir eben schon klar, dass, wenn ich mir schon Gedanken darübermache, sich die Frage von selber beantwortet hat.
Es ist nett. Haut mich nicht aus dem Bett. Gefällt mir ein ganz klein wenig. Wird es im Radio gespielt, würde ich es mir sogar anhören. Auf der anderen Seite ist die Spannungskurve nicht so gross, dass ich mit den Gedanken daran hängen bleiben würde.

«Higher» heisst Song Nummer Zwei und auch hier lasse ich mich überraschen.
Kommt schon einmal recht rockig daher. Aber es fällt sogar mir auf, dass es, um ein echter Rocker zu sein, ein ganz klein wenig zu gut gebügelt worden ist.
Das nimmt dem Lied einiges und sorgt dafür, das es zwar auch nett und hörbar daherkommt, aber eben zur gleichen Zeit nicht zu den Songs gezählt werden kann, die für die Ewigkeit geschrieben worden sind. Ein oder auch noch ein zweites Mal gehört und dann schon wieder vergessen.

«I don’t need ya»
Das ist jetzt ein Lied, bei dem ich, vom Titel her erwarte, dass der Interpret sich so richtig auskotzt und seinem Gegenüber ins Gesicht sagt, schreit, rotzt, was Sache ist.
Dieses Teil hier aber kommt so locker, flockig, verzückt, fast feige daher, dass ich mir gut vorstellen kann, wie der Typ der Frau etwas sagt, sie ihn dann ansieht und plötzlich anfängt, ihn auszulachen.
Ne, das ist ja jetzt echt ein Lied, welches er sich so hätte sparen können.
Zum Glück ist es aber so leer und frei jeglicher Luft, dass es mich weder nach unten noch nach oben zu ziehen vermag.

«Where the river runs deep»
Englischer Schlager. Anders kann ich das beim besten Willen nicht beschreiben.
Um nicht zu viele der Worte zu verlieren: es ist langweilig, langweilig, sogar sehr langweilig.

«I want to lay here »
Dieses Lied habe ich völlig verpasst, aber es war auch viel zu langweilig und zu tränig.

«Something to believe in»
Das ist ja nicht einmal mehr weder Pop noch Schlager. Bitte, befreiet mich von diesem Zeugs.

«Even More»
Uff.
Hier gilt das gleiche, wie ich es schon zu Something to believe in geschrieben habe. Echt, in etwa auf dem gleichen Niveau.

«Addicted to us»
Rockt zwar ein wenig mehr, aber es fehlt das gewisse Etwas, auch fehlt der Punch und dann vermisse ich auch noch den Tritt in den Magen, der mich wecken würde.

«Dying End»
Dieses Lied kommt so zuckrig und klebrig daher, dass ich schon nach 30 Sekunden Angst haben muss, Diabetes eingefangen zu haben.
So geht es nun wirklich auch nicht.
Langweilig, viel zu kitschig, viel zu zuckrig, viel zu klebrig und weit über den Trash hinaus geschrieben und interpretiert.

«Teenager»
Umpf.
Ohhh. Ahhh. Stöhn. Keuch. Bähhhh.
Weiter geht es mit dem nächsten Lied.

«Amazing»
Auch nicht besser.
Da könnte ich ja das grosse Kotzen und Davonrennen bekommen.
Und meine Ohren? Die fangen schon fast an zu bluten.

«Angel»
Wie erwartet: eine Ballade. Was auch anderes, bei dem Songtitel.
Wie der Rest der Lieder, auch keinen Deut besser.
Schon nach zehn Sekunden verspüre ich das dringende Verlangen, mir die Ohren mit Zement zuzumachen, damit das Elend endlich ein Ende hat.

Ganz am Schluss und als Fazit zu verstehen:
Ich mag dieses Album nicht.
Es hat kein einziges Lied, welches mir auch nur halbwegs gefällt.
Zum Glück habe ich mir diese Scheibe ganz billig zulegen können. Mehr wäre sie auch nicht wert gewesen. Eigentlich sollte ich ja fürs Anhören Schmerzensgeld bekommen.



Dienstag, 12. Dezember 2017

Rainbow - Bent out of Shape .. ein Album der perfekten Langeweile ...



Bevor ich mich so richtig mehr oder weniger endgültig über dieses Album auslasse, werde ich jedes Lied für sich selber anhören, und mir überlegen und klar darüber werden, was ich davon halte und ob ich es gut oder schlecht oder dazwischen finde.

Es geht los mit dem Song «Stranded».
Blackmore haut gleich am Anfang so richtig in die Saiten und lässt ich mir den Verdacht keimen, dass es sich hier um einen echten, genialen Rocker handeln würde.
Schon nach der ersten Minute fühle ich mich dann, gelinde gesagt, ein wenig auf den Holzweg geworfen.
Dieses Lied wurde von Blackmore und Joe Lynn Turner geschrieben und erdacht. Vielleicht liegt genau hier das Problem.
Problem? Ja, für meine Ohren hört sich dieses Lied viel zu sehr nach Pop an, viel zu sehr nach «ich-will-dass dieses-lied-jeden-tag-tausend-mal-im-radio-gespielt-wird» an.
Was noch schlimmer kommt: es hört sich wie ein misslungener Bastard aus Hard-Rock und Pop an. Als ob die beiden sich nicht einig darüber geworden wären, in welche Richtung es nun gehen soll.
Schade, echt schade: der Song hätte in jede, nur eine Richtung natürlich, sehr viel Potential gehabt und hätte zu einem echten Reisser werden können.
So ist es ein Song, der mir einfach nicht passen will, weil er mich in der Mitte durchreissen will und ich echt keine Lust auf dieses Blutbad habe.

«Can’t let you go» heisst der zweite Song.
Keine Frage: die Melodie hört sich nett und fast schon cool an. Aber sie packt mich einfach nicht, reisst mich nicht mit sich. Ja, Turner singt gut und vermag dem Lied ein paar Pluspunkte zu verleihen.
Es reicht aber auch hier nicht, um den Song über den Durchschnitt, um das Lied über die Mittelmässigkeit zu hieven.
Auch hier habe ich das Gefühl, dass es viel zu sehr in Richtung Pop gebürstet worden ist. Hätte Blackmore doch nur die Balls gehabt, und den Song so richtig Richtung Rock, vor allem Hardrock gedreht und gewendet, damit hätte die Truppe dann einen echten Bringer gehabt. So tönt er viel zu schmalzig, trieft so richtig nach Herzschmerz und mir wird beinahe schlecht.

«Fool for the night» heisst Lied Nummer drei.
Seufz. Auch so ein Lied, das so gerne ein echter Rocker und Bringer gewesen wäre, aber so glatt und belanglos daherkommt, dass selbst Teflon mehr Haftung bietet.
Nicht wirklich ein Lied, welches mir viel Freude bereitet.
Auf der anderen Seite: es ist so nichtssagend, dass es mich auch nicht Richtung Boden zu ziehen vermag und eine Depression damit sicher nicht erreicht werden kann.

«Fire Dance».
Auch dieser Song wurde viel zu sehr auf ganz glatt und rutschig gebügelt. Damit kann ich echt nichts anfangen. Höchstens verspüre ich ein ganz klein wenig das Verlangen, den Songschreibern in den Hintern zu treten, für dieses Verbrechen.

«Anybody there»
Oha, da fängt es ja mit einem langen Gitarren-Intro an. Es könnte sich hier also sogar um ein Instrumental handeln. Hört sich schon mal nach dem ersten Lied auf dieser Scheibe an, das ich mir anhören kann, ohne gleich eine Tüte zum Würgen zu gebrauchen. Doch, gefällt mir recht gut.
Ja, so gefällt er mir, der Blackmore, wenn er das macht, was er am besten kann: die Gitarre quälen und einfach spielen, was gespielt werden muss.

«Desperate Heart». Hört sich schon im Titel nach Pop an J.
Und ja, von der ersten Sekunde an geht es voll in Richtung Airplay on Radio. Kann gefallen, muss aber nicht. Auch hier habe ich das Gefühl, das Lied sei so richtig entmannt worden, wenn ich es für einmal so umschreiben darf.
Auch ein Song, den ich mir nicht wirklich geben muss.

«Street of Dreams».
Mit sehr deutlichem Abstand das beste Lied auf diesem Album. Leider viel zu poppig. Hier hätte der Härtegrad ein paar Kilometer weiter in die Höhe geschraubt werden dürfen, dann würde es mir nicht so schnarchig einfahren. Echt, dieses Lied ist im Grunde genommen so genial, nur ist es so scheisse beschnitten worden, so sehr dem Härtegrad beraubt worden, dass es schon weh tut.

«Drinking with the Devil»
Oha, dieser Song ist jetzt wirklich glatt an mir vorbeigegangen. Ich habe erst bemerkt, dass er läuft, als er schon fast fertig war. Damit dürfte ja klar sein, wie gut ich ihn wirklich finde.

«Snowman»
Es startet leicht, locker, fast flockig und ich fühle mich auf eine Wiese irgendwo in Irland verfrachtet. Es tönt aber einfach nicht nach Rainbow, was die ganze Problematik schon recht gut umschreibt. Wo ist bloss die Gitarre, wo die Härte. Es hört sich ja eher nach Café del Mar an.
Auf jeden Fall noch ein Instrumental. Blackmore lässt sich ein wenig Zeit, bis der die Gitarre wirklich erklingen lässt. Für mich dauert es viel zu lange und ich bin mit meinen Gedanken schon sehr weit weg. Aber auch hier: es ist so nichtssagend, dass es keine Gefahr für mich darstellt.

«Make your move»
Sicher, es kommt rockig daher, im Vergleich sogar rockiger, und trotzdem: es packt nicht, es reisst nicht. In mir passiert gar nichts. Ich könnte gleich einem Zombie ähnlich sein, wenn ich dieses Lied höre.

Ganz am Schluss kann ich nur sagen:

Ein Album, das ich ins Archiv stelle und wohl in den nächsten Jahren nicht mehr anhören werde, es sei denn, ich werde dazu gezwungen oder bekomme sehr viel Geld dafür geboten.

Freitag, 11. August 2017

Genesis - The Videoshow ... Musikvideos und ein paar Gedanken...

Es ist nicht immer ganz einfach für mich.

Zum Beispiel gerade jetzt, im Augenblick, in diesem Moment des Schreibens.

Die Kirche, die in der Nähe steht und ihren Gewohnheitswohnsitz hat, lässt ihre Glocken spielen und glöckelt, was das Zeugs hält. Es ist nicht so laut, dass ich gezwungen wäre, mit blutenden Ohren leben zu müssen. Es ist einfach dieser Klang, der Klang der Glocken, der mich bis tief ins Mark trifft und dafür sorgt, dass meine Konzentration sich ins Nirvana verabschiedet und ich mich anfange zu verkrampfen.

Nun könnte der Gedanke aufkommen, dass es eine Idee wäre, meine Firewall von der Lautstärke her in die Höhe zu treiben. Geht aber auch nicht, weil das mit der Firewall nur bis zu einer gewissen Lautstärke funktioniert; überschreite ich diese Marke, wohl eher Grenze, dann ist es keine Firewall mehr, sondern eine weitere Geräuschkulisse, die mich nur bei der Arbeit stört.

Was kann ich nun bei so eine einem Geräusch die dem Läuten von Kirchenglocken machen?

Wenn die Kirche so nahe steht, wie in diesem Fall, habe ich bis heute nichts gefunden, dass wirklich hilft. Diesem Lärm bin ich mehr oder weniger schutzlos ausgeliefert.
Nicht nur das, sondern es kommt auch dazu, dass ich aus der Welt der Konzentration gerissen werde. Sobald ich da einem nicht mehr drinnen bin, und ich von Neuem einzusteigen habe, dauert es einfach seine Zeit. Bevor ich diesen Versucht unternehme, muss ich aber zuerst wieder runterkommen, und mich beruhigen. Bevor ich nicht einen gewissen Ruhepunkt erreicht habe, ist jeder Versuch zum Scheitern verurteilt.

Da fällt mir der alte, langweilige Spruch ein: der Mensch hat es nicht leicht, aber leicht hat es den Menschen.

Immer wieder stelle ich mir die Frage, wie andere Menschen das machen: wie die es fertigbringen, bei jeder Art von Lärm konzentriert zu bleiben.
Ehrlich gesagt: ich war immer sehr, sehr neidisch auf jeden und jede, die das haben machen können. Für mich hat das wie ein Zaubertrick gewirkt und ausgesehen: kurz an den Arbeitsplatz sitzen, die notwendigen Werkzeuge in die Hand nehmen und schon geht es los mit der Arbeit. Egal was passiert: es könnte sogar ein Erdbeben sich bemerkbar machen: sie lassen sich nicht stören und gehen unbeirrt der Arbeit nach.

Dann ich: es braucht nur eine Feder neben mir auf dem Tisch zu landen und schon habe ich das Gefühl, ich sollte mich in einen Türrahmen retten, um dem Erdbeben zu entgehen.

Nun gut und wie dem auch sei:

So eine Firewall kann ihren Zweck auch nur bis zu einem gewissen Punkt erfüllen und hat, wie die meisten Dinge, einen oder zwei Schwachpunkte, denen man, in dem Fall ich, ziemlich wehrlos gegenübersteht und sich fragt, ob es den wirklich keine Lösung gibt.

Im Winter ist es einfach: Fenster zu, Firewall in Gang setzen und gut ist.

Im Sommer hingegen, kann ich das Fenster zwar auch schliessen, aber das mit der Hitze, ist ein weiteres Problem, welches sich dann aufmacht. Ist es im Sommer nicht der Lärm, ist es die Hitze und die macht mir, im direkten Vergleich viel mehr zu schaffen.

Wer mich auch nur ein ganz klein wenig kennt, der weiss, dass Hitze, oder anders gesagt: jede Temperatur über 15Grad Celsius; ein Greuel ist und eigentlich in Hitzefrei umgewandelt werden sollte.

Zurück zum Ausgangspunkt:

Die DVD von Genesis.

Auf dieser DVD ist nun kein Konzert von Genesis gespeichert worden. Die Macher, die Leute, die dafür verantwortlich sind, haben so ziemlich alle Musikvideos von Genesis genommen und sie auf DVD gebannt.

Damit es ist nicht nur eine Sammlung von Videos, sondern auch noch eine Best-of.

Bis heute habe ich diese DVD schon ein paar Mal benutzt, um sie als Firewall zu missbrauchen. Noch bei jedem Durchgang hat es perfekt funktioniert.

Wie sie das machen, weiss ich nicht, aber: sobald die DVD in Gang gesetzt worden ist, kann ich arbeiten. Auch wenn es Lieder hat, die ich definitiv zu meinen Absoluten Favoriten zähle, kann ich dennoch, ohne von diesen abgelenkt zu werden, meiner Arbeit nachgehen.

Das kommt selten vor, dass ein Lied mich zwar in seinen Bann und sogar in seine Welt ziehen kann, aber auf der anderen Seite kann ich dazu arbeiten und das Lied geht seinem Zweitjob als Teil der Firewall perfekt nach und lässt mich, als ob es das bewusst machen würde, meine Arbeit machen und hält nur die überflüssigen Geräusche von mir fern.

Auch von der Länge her ist diese Videosammlung perfekt. Ich kann auch längeren Arbeiten nachgehen und, wenn nötig, kann ich sie mir zwei, drei oder vier Mal am Stück geben, ohne gelangweilt oder abgelenkt zu werden.

Für mich eine perfekte Firewall-DVD, die ihrem Zweit-Zweck perfekt nachkommt und keine Probleme macht, nein, sie hält sie sogar von mir fern.



Donnerstag, 10. August 2017

Silbermond - Live at Rockpalast ... DVD .. meine Gedanken

Wenn ich einer Arbeit nachgehen will, brauche ich, damit ich mich so weit wie möglich konzentrieren kann, eine Art der Firewall, die dafür sorgt, dass so viele Geräusche von aussen, wie möglich blockiert werden und mich und vor allem meine Ohren nicht erreichen.

Diese Firewall kann ein Film sein, der im Hintergrund läuft. Es kann auch eine Musik-DVD, eine Konzert-DVD oder einfach eine Audio-CD sein.

Das jeweilige Medium läuft dann im Hintergrund, in einer gewissen, für mich ertragbaren und brauchbaren Lautstärke und hält so viele Geräusche wie möglich davon ab, mich zu stören, in meinen Kopf und vor allem in meine Gedanken und Gedankengänge einzudringen.

Das Auswahlverfahren ist nicht ganz einfach und wenn ich versuchen würde es zu erklären, würde das so gar nicht funktionieren.

Bei einer Audio-CD muss ich jedes einzelne Lied kontrollieren und schlussendlich die Stücke, welche brauchbar sind, auf eine Playlist setzen, die dann abgespielt werden kann, wenn benötigt.

Wie es sich gehört, ist das natürlich nicht so einfach, wie es sich anhört, gibt es Lieder, die jenachdem, wie mein Gemütsstand gerade aussieht, funktionieren, oder eben nicht funktionieren.

Dann die Filme. Auch hier muss ich mehr als vorsichtig sein, darf ich keine Filme nehmen, die mich in ein Loch reissen können, oder solche, die die Depression in mir anwachsen lassen.

Dann noch Konzert-DVDs / Konzert-Blu Rays.

Es kann ja gut sein, dass es unter all den Lieder, die gespielt werden, eines oder zwei hat, die mein Gemüt in die Tiefe ziehen können. Dann gibt es wieder solche, auf denen nur Lieder zu finden sind, die mich dazu bringen können, auf den Tisch zu springen und mitzutanzen.

Also bin ich auch hier gezwungen, Konzerte zu finden, die, wenn möglich, keines, oder ein oder zwei Lieder aufweisen, die problematisch sein können.

Bin ich bei der Arbeit und dann noch einigermassen konzentriert, fallen mir diese negativen Lieder viel weniger auf und ich schaffe es irgendwie, sie zu überhören. Damit hätten dann alle Seiten gewonnen.

Jetzt habe ich eine Menge geschrieben, aber noch nichts darüber, wie sich dieser Live-Mitschnitt der Gruppe Silbermond ins Geschehen und in das Verlange einfügt.

Sicher, es mag sich jetzt ein wenig lächerlich anhören, aber für mich stellt das wirklich ein grosses Problem dar: dieses Konzert ist einfach viel zu kurz.

Da es bei mir ein wenig dauert, bis ich in der Phase der Konzentration bin, bis ich endlich angefangen habe, etwas brauchbares zu machen, ist dieses Konzert schon in der Hälfte angelangt.

Noch viel schneller, so kommt es mir auf jeden Fall vor, ist es dann auch schon vorbei und es wird Tschüss und Bye Bye gesagt und gut ist.

Dann sitze ich da, weil es plötzlich so still um mich herum ist, bis zu dem Moment, wo die geballten Geräusche, die bis vor ein paar Sekunden noch an der Firewall abgeprallt sind, meinen Kopf, meine Gedanken und mein Denken fluten und ich brutal in die Wirklichkeit zurückgerissen werde.

Nicht schön, wirklich nicht schön. Vor allem, weil es für mich dann wieder so sehr lange dauert, bis ich wieder am gleichen Punkt angekommen bin, um mit der Arbeit weitermachen zu können. Wenn ich dann Pech habe, stelle ich fest, oder habe ich den Zwang, ich müsse noch einmal ganz von vorne Anfangen und so geht einfach viel zu viel Zeit verloren.

Dieses Konzert ist, an und für sich nicht schlecht.

Aber es ist zu kurz, als dass ich diese DVD für die Thematik Firewall gebrauchen könnte.

Buch - Alfons Kifmann - Die Gelbe Gier - Schwarzbuch ADAC - Die Insider-Story und meine Gedanken

Ja.

Es ist so.

Ich gehe nicht viel nach draussen.

Die Gründe dafür, könnte ich an dieser Stelle zwar anführen, müsste dann aber auch zugeben, dass es der falsche Platz dafür ist.

Nun gut.

Es gibt aber auch Themen, über die ich mich gerne informiere, bei denen es aber nicht genügen würde, einfach nur nach draussen zu gehen.

Nehmen wir das Thema, das in diesem Buch abgehandelt wird:

Der ADAC. Der Automobilverein aus Deutschland.

Was habe ich bis vor ein paar Tagen schon gewusst von diesem Verein?

Im Grunde genommen: nichts. Gar nichts. Nur das eine oder andere, was ich in der Zeitung überlesen habe, was in den Nachrichten abgehandelt worden ist. Schlussendlich also viel zu wenig.

Dann, vor einigen Monaten habe ich entdecke, dass es Bücher gibt, bei denen auf dem Cover gross und mächtig das Wort "Schwarzbuch" aufgedruckt worden ist.

Schwarzbuch. Was für ein verheissungvolles Wort.

Nicht nur das Wort an und für sich hat dafür gesorgt, dass ein gewisses Interesse an dieser Buchreihe aufgeblüht ist.

Eher die Themen, die Firmen, Vereine und was sonst noch alles, die darin behandelt werden: ADAC, Deutsche Bundesbahn, Deutsches Militär, WWF und noch einiges mehr.

Wobei: mir ist gerade aufgefallen, dass so viele Themen Deutschland betreffend dabei sind, die Schweiz sich aber mal wieder gnadenlos neutral oder zurückhaltend verhält. Was nicht ist, kann aber noch werden und es gibt bald oder später ein Buch, in welchem ein typisch Schweizerisches Thema behandelt wird.

Es geht um den ADAC.

Ein Insider packt aus und zeigt auf, wie es innerhalb des ADAC abläuft, wie gehandelt wird, warum auf welche Art und Weise gehandelt wird und wer die Personen sind, die handeln.

Natürlich ist auch mir ganz klar und bewusst, dass ein ehemaliger Mitarbeiter, wie derjenige, der dieses Buch geschrieben hat, nur seine Sicht der Dinge und vor allem seine Sicht der Wahrheit schriftlich festgehalten hat.

Was wäre herausgekommen, wenn Leute, die in diesem Buch aufgeführt werden, sich schriftlich geäussert hätten, zu den Szenen, in denen sie vorkommen? Wie würde es dann aussehen? Müsste der Leser in dem Moment die goldene Mitte nehmen oder für sich selber entscheiden, wem er nun mehr glaubt und somit näher an der Wahrheit ist?

Klar: solche Bücher müssen mir einer gewissen Vorsicht genossen werden.

Ich für meinen Teil denke da immer: wenn auch nur die Hälfte stimmt, von dem, was da aufgeschrieben und -notiert worden ist, dann sieht es, zum Beispiel beim ADAC, eher mies und sehr schlecht aus.

Ein Präsidium, welches aus sehr alten, eigentlich eher schon greisen, Greisen besteht und zusammengestellt ist.
Alte Männer, die schon lange nicht mehr am Puls der Zeit sind und daher zwar durchaus Entscheidungen treffen können und auch dürfen, aber sehr oft beweisen, dass der Zug bei ihnen schon lange abgefahren ist und sie brutal und halsstarrig in der Vergangenheit leben und auch Entscheidungen treffen, die zwar damals richtig und gut gewesen wären, aber in der heutigen Zeit einfach nur scheisse sind.

Ein Verein, der aus alten Männern besteht also.

Ein Verein, der eigentlich nicht Geld anhäufen dürfte, schon gar nicht, wenn es sich dabei noch um das Geld der Mitglieder handelt.

Wenn es stimmt, dass der ADAC zu seinen besten Zeiten schlappe 2 bis 3 Milliarden Euro auf der hohen Kante hatte oder vielleicht noch hat, dann wird mir fast übel.

Da stellen sich einige Fragen.

Zum Beispiel: Warum erhöht ein Verein, der so viel Geld sein eigen nennt, immer wieder den Mitgliederbeitrag, obwohl das nicht nötig wäre. Eigentlich könnte jahrelang auf diesen Verzichtet werden und dennoch könnte der Verein noch sehr gut von den Zinsen leben und existieren.

Es gibt einige, viel zu viele, solcher Beispiele, die in diesem Buch angeführt werden.

Wie gesagt: wenn nur die Hälfte davon stimmt.

Wie ich schon sagt und erwähnt habe: es gibt einige Fragen, die mir durch den Kopf gehen und mich ein wenig nervös werden lassen.

Ein weiteres Beispiel für eine solche Frage: wie war es eigentlich möglich, dass der ADAC das so lange Zeit hat machen können, ohne dass es jemand bemerkt hat? Wie war es bloss möglich, dass dieses Treiben so lange Zeit hat durchgezogen werden, ohne das ein Mensch Verdacht geschöpft hat?

Ein kleiner Gedanke: wenn ein Verein, was der ADAC ja eigentlich ist, der plus minus über nicht so viele liquide Mittel verfügen dürfte, in der Lage ist, von heute auf morgen 60 Millionen DMark auf den Tisch zu legen, für ein Projekt, das mit den Vereinssatzungen nichts zu tun hat und das, hätten die Mitglieder ein wenig mehr darüber gewusst, nicht unterstützt hätten: wie um Himmels Willen war es möglich, dass das niemandem verdächtig aufgestossen ist und wenn es doch den einen oder anderen hatte: warum haben die nichts gesagt????

Jetzt geht es bei meinem Geschreibsel aber nicht darum, eine grossartig ausgeklügelte Kritik über dieses Buch zu schreiben.

Mir geht es eher darum zu entscheiden, für mich herauszufinden, ob mich dieses Buch mitten in eine Depression ziehen kann, oder ob es mich zum Nachdenken anregt, aber ansonsten in Ruhe lässt und mein Gemüt keinen Schaden nimmt.

Nun darf ich nicht vergessen zu erwähnen, dass mein Vertrauen in die Menschheit an und für sich und in einzelne Menschen, nicht erwähnenswert ist. Mit anderen Worten: Ich soll der Menschheit, den Menschen, wenn möglich noch einzelnen Personen vertrauen?
Guter Gag.
Sehr guter Witz.

Ich lache im nächsten Leben darüber, wenn ich nicht mehr so verkrampft und nahe einer Depression bin.

Nun habe ich dieses Buch gelesen.

Es gibt, wie könnte es auch sein, einiges, vor allem, was das Verhalten einzelner Menschen betrifft, das ich gar nicht verstehe. Oder, ich sollte es so formulieren: ich kann bis zu einem gewissen Punkt, theoretisch verstehen und nachvollziehen, warum sie so gehandelt haben, wie sie gehandelt haben; aber, wenn ich an die Regeln, die zwischen den einzelnen Menschen eingehalten werden sollten denke, dann stehe ich da und bringe keinen Funken Verständnis auf, weil ich es, so leid es mir tut, nicht verstehe.

Warum nicht das Richtige tun, wenn man eine Position innehat, welche einem die Macht verleiht, ohne grossen Druck, das Richtige zu tun?

Nun weiss ich aber auch, dass, sobald jemand eine solche Position sein eigen hat, er dafür sorgen muss, dass er diese nicht gleich wieder verliert. Es dürfte von daher nicht ganz einfach sein, etwas Gutes zu tun, ohne das man dafür in negativen Sinne büssen muss.

Gibt es doch Menschen, die einem diese Position neiden und gerne an der gleichen Stelle wären.

Und jetzt ist der Punkt erreicht, wo ich zwar weiterschreiben könnte, aber gleichzeitig fängt sich in meinem Kopf alles an zu drehen.

Es dreht sich, weil ich sehe, wie kompliziert das Leben, und das nur an diesem einen Punkt sein kann und wie brutal schwer es sein kann, Gutes zu tun, wenn man immer aufpassen muss, den Rücken freizuhaben.

Schlussendlich: es hat sich auf jeden Fall gelohnt, dieses Buch zu lesen.

Mein Glauben an die Menschheit ist eh schon so weit unten, viel weiter runter kann es nicht mehr gehen. Betrachte ich es von diesem Punkt aus, macht mir dieses Buch keine grossen Probleme.

Erst, wenn ich versuche zu verstehen, warum und wieso, dann dauert es nicht lange, bis mein Herz anfängt, schneller zu schlagen, bis ich gewisse Verkrampfungen im Rücken verspüre und so richtig hören kann, wie sich die Kopfschmerzen durchs Laub schleichend, mir nähern wollen.

Wie dem auch sei: Um dieses Buch zu lesen, muss ich persönlich darauf achten, den richtigen Zeitpunkt zu erwischen.


Freitag, 4. August 2017

Dream Theater - Six Degrees of Inner Turbulence .. genial bis perfekt ..

"The Glass Prison"

Dream Theater können es einfach nicht sein lassen, auf der anderen Seite: so lange die Musik so gut ist?

Was sie nicht haben sein lassen können?

Sie haben ein Konzeptalbum auf den Markt gebracht, allerdings hat die Musik nicht auf eine CD gepasst und so ist daraus eine Doppel-CD geworden und es geht gleich mit einem 13 Minuten - Brecher los :-)

Es gibt in diesem Bereich der Musik nicht viele Gruppen, die es schaffen und dann mit einer so anscheinenden Leichtigkeit, einen Song dieser Länge an den Anfang eines Albums zu setzen, der zu keiner Sekunde langweilig wird, der mich von Anfang an mitten in die Handlung reisst und mich auch nicht mehr rauslässt und selbst wenn, ich würde bleiben wollen.

Hier zeiten DT schon einiges, was bei ihnen unter Können zu verbuchen ist und es ist einfach nur ein Bruchteil vom Ganzen.

Grandioser Song.

"Blind Faith"

Und weil sie eh schon dabei sind und es mir sonst langweilig werden könnte, hauen sie gleich noch einen 10 Minuten - Songer hinterher und raus.

Ich weiss nicht, wie sie das gemacht haben, aber ich habe das Gefühl noch immer mitten in der Geschichte zu sein, aber nicht gehend, liegend, nein, als ob ich schwebend zwischen den Figuren wandeln würde, alles sehend, beobachtend, miterlebend.

Was für ein tolles und geniales Gefühl.

"Misunderstood"

Noch immer erzählen sie die Story und noch immer bin ich mitten drinnen.

Das kann auch nur funktionieren, weil die Musik über jeden Zweifel erhaben ist, weil sie einfach so gut ist und alles perfekt von einem ins nächste greift.

Da möchte ich bis am Schluss drinnenbleiben und der Story an der Ferse klebenbleiben :-)

"The great debate"

Nur um es gleich geschrieben zu haben: auch das ist ein 13-Minuten langer Song :-) und ich schwebe noch immer mitten in der Geschichte und fühle mich einfach nur ganz toll :-)

"Disappear"

Ich bin noch immer mitten in der Geschichte, schwebend, beobachtend, geniessend.

"Six Degrees of inner turbulence overture"

Ich komme einfach nicht davon weg und raus :-)

"About to crash"

Noch immer mittendrinnen, statt nur dabei :-)

"War inside my head"

Ein Vorwort zum nächsten Lied.

"The Test that stomped them all"

Ich komme einfach nicht raus aus der Geschichte, höre immer noch ganz gespannt zu und will wissen, wie die Handlung und Story endet.

"Goodnight Kiss"

Wirklich ein Song, den man für die Gute Nacht Geschichte verwenden kann.

"Solitary Shell"

Grandios.

"About to crash Reprise"

Das Lied wird abgeschlossen und die Story nähert sich dem Ende und dem Höhepunkt.

"Losing Time / Grand Finale"

Das ist es, was ich unter einem würdigen Finale verstehe :-)

Bleibt noch zu sagen: dieses Doppel-Album kann ich mir ohne wenn und aber anhören, wenn es mir nicht gut geht. Ich werde in die Geschichte gezogen und kann für ein paar Minuten alles um mich herum vergessen, ein wenig Erholung auf mich einwirken lassen und chillen und Energie tanken :-).