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Samstag, 15. Juli 2017

Dream Theater - Awake und ein paar aufgeweckte Gedanken dazu ..

Und ja, wieder ein Album von Dream Theater J

«6:00»
Wenn einem dieses Lied am Morgen nicht auf die Beine zu bringen vermag, weiss ich wirklich nicht mehr weiter.
Es fängt verschachtelt, vertrackt und sprunghaft an und schafft es trotzdem, spätestens wenn der Sänger seinen Einsatz hat, mich in seine Welt des Aufwachens zu ziehen und mich zu wecken und auf den Tag vorzubereiten.
Bei diesem Lied würde ich gerne Mike Portnoy, dem Schlagzeuger, über die Schulter sehen und beobachten, wie er sein Schlagzeug, welches nun wirklich aus sehr, besonders vielen Einzelteilen besteht, bearbeitet und den Rhythmus vorgibt.

«Caught in a web»
Einfach grandios, wie DT es schaffen, eine Geschichte zu erzählen und dann noch die richtigen Gefühle zu transportieren wissen. Einfach meisterhaft und meisterlicher und ein Lied, das mir mehr als gut gefällt.

«Innocence faded»
Kommt zwar auch gewaltig und massig und proggig daher, aber, es fehlt dann doch etwas, damit es für mich einer der ganz grossen Songs sein würde.
Es besteht auch die Gefahr, dass ich bei diesem Song ein wenig zu nachdenklich und depressiv werden könnte.

«Erotomania»
Ein Instrumental, das aber zu vertrackt und proggig ist, als dass ich dazu abhängen oder gar mich erholen könnte.

«Voices»
Ein Lied, gewaltig, bildhaft und breitwandig, wie ein IMAX-Kinofilm.
Ganz grosses und perfektes Musik- und Kopfkino.
So lasse ich mir Musik für die denkende Seite meines Kopfes gefallen und das immer wieder und auch täglich.

«The Silent Man»
Sehr schönes Lied, welches einem von einem unruhigen Ritt, auf eine gemütlich, bequeme Reise mitnimmt und dafür sorgt, dass der Zuhörer sich ein wenig erholen, ausruhen und chillen kann und seine Gedanken an einen Traum abgeben kann, um auch diesen Gedanken eine kleine Pause zu ermöglichen.

«The Mirror»
Ein eher aggressives Lied, das mich trotzdem voll mit sich reisst und mit sich packt und mir eine Welt aufzeigt, in der es nicht immer schön zu und her geht. Aber, es bleibt alles im grünen Bereich, da es sich hier einfach gesehen, um einen musikalischen Kinofilm handelt.

«Lie»
Interessanterweise ein Lied, dass gleich ganz an mir vorbeigegangen ist. Bemerkt habe ich es erst, als es schon fast am Schluss gewesen ist.

«Lifting Shadows off a Dream»
Sehr schönes Lied, welches ich gut dazu benutzen kann, um ein wenig zu ruhen, vor allem, um meinem Geist eine kleine Pause und Auszeit zu gönnen.

«Scarred»
Leider auch ein Lied, dass in seiner Gänze an mir vorbeizieht, ohne dass es wirklich von mir gewürdigt werden kann.

«Space-Dye Vest»
Mit Abstand, mit ganz grossem Abstand das beste Lied auf diesem Album.
Hier wird eine Welt erschaffen, eine musikalische Welt, deren Noten es fertigbringen, in meinem Kopf Bilder zu zeugen, welche mich überraschen, erfreuen und mich glauben lassen, in einem Film gelandet zu sein, der nur für mich geschaffen worden ist.

Durchaus ein Album, das ich zur Hand nehme, um meine Ohren mit Klängen zu füllen, wenn notwendig und wenn der Kampf gegen die Depression angesagt ist.


Dienstag, 13. September 2016

DVD: Dream Theater - Live at Budokan ... eine der ganz grossen Musikgruppen .. liefert ganz Grosses in Sachen DVD ..

In dem Augenblick, wo man sich überlegt, sich diese Doppel-DVD käuflich zu erwerben, oder auch schenken zu lassen, sollte einem eines ganz klar sein:

Es braucht Sitzfleisch, will man sich beide DVDs ansehen .. 

Sind DT doch dafür bekannt, Konzerte zu veranstalten, die irgendwo zwischen zwei bis drei Stunden dauern. Und so etwas bekommt der Käufer auch hier geboten. Und dann wäre da noch die zweite DVD, die auch nicht weniger Zeit in Anspruch nimmt, will man sie sich in aller Gänze zu Gemüte führen.

Was ich nach dem Genuss der zweiten DVD sagen kann, ist, dass die nur für die echten Fans gedacht ist, oder für Leute, die gerne für einmal einen Einblick in das Leben einer Gruppe wie DT haben möchten.

Wer sich gar nicht für so etwas interessiert: Hände weg .. es könnte langweilig werden .. oder .. man könnte bald einmal genervt nach einer anderen DVD oder Blu Ray greifen.

Dann auf zur ersten DVD, auf welcher ein Konzert im legendären Budokan festgehalten ist.

Auch hier ein Wort im voraus ...

Wie gesagt: DT sind nicht nur eine der Gruppen in Sachen Musik, die es nicht sein lassen können, Konzerte zu geben, die meistens über zwei bis drei Stunden andauern, sie zelebrieren Musik der Kategorie Progressive Rock, Progressive Metal und haben sich innerhalb dieses Universums ihre eigene Nische geschaffen und zählen zu den Besten der Besten der Besten. Natürlich gibt es auch noch Gruppen wie King Crimson, Genesis, Yes, Symphony X und so weiter und weiter so .. aber .. DT sind so ziemlich das Beste, wenn es um Progressive Metal / Rock geht. 

Damit will ich sagen: es ist Musik, die nicht immer ganz einfach zu hören ist, die nicht unbedingt so nebenbei gehört Spass macht. Es ist Musik, bei der es sich lohnt, konzentriert hinzuhören und zu geniessen, was diese Musiker einem hier schenken.

Wer sich also die DVD gekauft hat und dann denkt: jetzt mal kurz das Konzert gesehen: Damit wäre schon der erste Fehler gemacht. 
Dieses Konzert dauert und es lohnt sich, es sich in einem Atemzug zu gönnen, zu geniessen und die Welt da draussen Welt sein zu lassen.
Auch wenn die Welt gerade untergeht, Bruce Willis es nicht geschafft hat, den Asteroiden in seine Bestandteile zu zerlegen .. WTF ... zuerst dieses Konzert fertig sehen und hören, dann kann der Rest noch immer kommen.


Montag, 21. März 2016

Dream Theater - Octavarium .... Progressive Rock .. Progressive Metal .. von den Meistern der meisten Meistern ..

Was kann ich schon gross sagen .. 

So früh am Morgen bin ich noch fit genug, um ein wertiges Urteil über eine der besten Truppen im Bereich Progressive -Was-Auch-Immer zu sagen und oder zu schreiben ..

Das Album startet ganz heavy und heftig mit "The Root of all evil" .. seltsam nur, dass hier keine Politiker erwähnt werden, und auch nicht das Weisse Haus oder sonst ein Ort, wo sich diese Typen rumtreiben .. um sich gegen die Welt zu verschwören ..wie dem auch sei .. das Lied ist heavy as hell .. um es einmal mit diesen Worten zu sagen .. James LaBrie singt und schreit sich die Stimme aus den Lungen und dem Leib .. und zeigt, das es doch eine ganz gute Idee gewesen ist, ihn zum Sänger zu erwählen .. 
Ein Lied, dass mir sehr gut gefällt .. zu dem ich gerne bei einem Live-Konzert die fast-kaum-vorhandene Mähne schütteln würde .. ganz geiler Song ...

Weiter geht es mit "The Answer lies within" ...

Um es kurz und vor dem Lied einzuwerfen .. natürlich, wie es sich für DT gehört, gibt es kaum ein Lied zu finden, dass wirklich kurz gehalten worden ist .. vor allem .. eines der Lieder hat die 20 Minuten Marke deutlich hinter sich gelassen .. also .. nicht für Menschen, die einen viel zu kurzen Arbeitsweg haben .. oder sonst wie nicht wirklich geduldig geboren worden sind ..

Weiter im Text ... 

Das Lied beginnt schon fast verträumt .. schmeichelnd, einschmeichelnd .. balladesk ... und schon sehe ich mich, an einem tollen, warmen, sonnigen Sommertag, auf einer Wiese liegen .. den Blick gen Himmel gerichtet .. die einzelnen, seltenen Wolken betrachtend .. von einem besseren und schöneren Leben träumend .. und abgleitend in eine schon fast perfekte Welt .. Eigentlich fast gemein, wie leicht es dieser Gruppe zu fallen scheint, geniale Lieder auf die Menschheit loszulassen .. und das immer und immer und mit fast jedem Album wieder .. 

Kurz gesagt .. ich mag dieses Lied .. höre es mir gerne an .. aber nicht gerade, wenn ich mit dem Auto unterwegs bin .. sonst könnte es sein, dass ich zum letzten mal träumerisch vor mich hinschwelge .. 

"The Walls" ... fertig, aus und vorbei .. mit dem nicht so schnellen .. dem Balladesken .. die Gitarren werden wieder so eingesetzt, wie es einmal gedacht worden ist .. das Schlagzeug hat auch wieder einiges über sich ergehen zu lassen .. und schon bin ich dabei, mit den Füssen im Takt zu wippen .. und in die Welt dieses Liedes abzutauchen .. nicht so ganz heftig, wie das erste Stück, aber .. immer noch packend und rockend genug .. erzählend .. einlullend .. und aufzeigend .. dass diese Gruppe weiss, wo der Hammer des Progressiven so rumhängt .. das Lied steigert sich .. bis hin zum Chorus .. nur um mir zu sagen .. ich solle endlich die Wände einreissen .. und .. wenn ich mir das so anhöre, hätte ich nicht schlecht Lust, einen ganz grossen Hammer zu kaufen, und .. mir ein Haus oder was grösseres zu suchen, dass ich einreissen kann .. 

"I walk beside you" .. rockt .. packt .. lässt mich aber einigermassen kalt .. kann ich mir gut anhören, wenn ich eh gerade am Arbeiten bin ..

"Panic Attack" .. schon von der ersten Sekunde an ein Lied, das mich sehr packt .. mit sich reisst .. und das ich irgendwie verstehen kann ... so fühlt es sich oft an, wenn ich von einer Attacke der Panik gepackt werde .. von daher, ein echt geniales Lied ... das mir aus der Seele zu sprechen scheint .. und, auch wenn es sich seltsam liest, mich zu verstehen scheint .. 

"Never enough" ... knallt auch mächtig rein .. kann ich mir auch gut anhören .. aber .. vor allem anderen .. ich kann gut dazu arbeiten, weil es dafür sorgt, dass ich nicht von anderen Geräuschen gestört werde .. ein echt guter Filter .. von dem her gesehen ..

"Sacrificed sons" ... ah .. hier geht es auch gewaltig zur Sache .. episch .. monumental .. eine Geschichte erzählend .. so muss es sein .. so macht es Spass .. so gefällt es mir .. weiter so ...

"Octavarium" ... und damit wären wir bei dem Lied mit Überlänge *gg*.. hier heisst es .. so etwa eine halbe Stunde Zeit nehmen .. oder eine längere Autofahrt einplanen .. und ab geht sie ... die Luzie .. ab geht er .. der Song ... ab geht es, das Lied .. 

Es gibt, meiner Meinung nach, wenige Gruppen, Interpreten, die es schaffen, Lieder in dieser zeitlichen Länge zu schreiben, bei denen es dem Zuhörer nicht langweilig wird .. DT gehören auf jeden Fall dazu, was sie auch mit diesem Lied wieder zu beweisen wissen .. zu keiner Sekunde verspüre ich das Verlangen, zu skippen, das Lied in einem schnelleren Tempo hören zu wollen oder gleich zum nächsten Springen zu müssen ...

Daher .. sicher ... eine gewisse Afffinität für solche Lieder muss der geneigte Zuhörer besitzen .. und .. hat er diese, dann macht es sehr viel Spass .. sich in diesem Stück zu verlieren ..

Also .. so ganz am Fazit angelehnt .. ich bin froh, habe ich dieses Album .. kann es mir anhören, wann und wie laut ich will .. und vor allem .. kann ich es geniessen, weil es ein Album ist, dass über keine nennenswerten Schwächen verfügt .. genial .. kann ich da nur noch schreiben .. 


Freitag, 1. Januar 2016

Dream Theater - Systematic Chaos .. und das Chaos in meinem Kopf und in meinem Leben ..

Ah .. ja .. das lobe ic mir ...

"In the presence of Enemies, Part One" .. damit fängt dieses Album an .. und DT zeigen gleich einmal .. wer hier das Sagen, das Spielen, das Musizieren hat .. Das Stück beginnt mit einem ausführlichen Intro, dass mich gleich mit auf die Reise nimmt .. das dafür sorgt, dass ich mich wohl fühle .. und die Augen geschlossen, im Sog des Sound versinke .. und plötzlich, so ganz ohne Vorwarnung, ein Wechsel des Tempos .. und ein ruhiger Part lullt mich ein wenig ein .. 

Bevor ich versuche, das ganze Lied in Worte zu fassen, was bei DT so ziemlich nicht möglich ist .. schliesse ich doch wieder die Sehhilfen und geniesse den Sound .. Wer auf Prog-Metal steht .. sollte gleich mit diesem Stück anfangen .. 

"Forsaken" .. nur knappe 5 Minuten 30 Sekunden? Das ist ja schon fast ein kurzes Lied für DT .. bevor ich mich aber beschwere .. das Lied packt den Metal Hammer aus .. und ich spreche nicht vom Magazin .. und lässt es gleich einmal so richtig rocken .. James LaBrie darf auch hier zeigen, dass er als Sänger viel besser ist, als viele Menschen zugeben wollen .. Nicht nur packe ich unbewusst die Pommes Gabeln aus .. ich ertappe mich dabei, wie ich entweder Luft-Schlagzeug oder -Gitarre spiele .. und damit dürfte über dieses Lied so ziemlich alles gesagt sein .. Mir gefällt es sehr gut .. ein echter Knaller und echt Metal .. und hat schon fast etwas von einem Film .. zieht mich auf jeden Fall in seinen Bann .. 

"Constant Motion" .. ah .. DT lassen es auch hier mehr als krachen .. und machen mit diesem Song noch viel weniger Gefangene .. und sogar LaBrie tönt, für seine Verhältnisse, sehr böse .. ein grandioser Song .. 

"The Dark Eternal Night" ... Meine Fresse .. mehr Metal geht ja kaum noch  .. .. hier lässt jeder der Gruppe die Sau raus .. und überzeugt mich zu jeder Sekunde .. so macht mir Musik Spass .. 

"Repentance" .. ah .. sie werden ein wenig müde sein *gg*.. es geht ein wenig ruhiger, getragener zur Sache .. nichts destoweniger .. das Lied trägt mich davon .. sorgt dafür, dass mein Herzschlag ein wenig runterfährt .. und ich mich wie in einem sehr spannenden Film fühle, kurz bevor der grosse Knall die Massen weckt .. sehr gut .. ganz grosses Kino ...

"Prophets of War" .. dieses musste ich mir ein paar mal anhören, bevor es sich mir wirklich erschlossen hat .. aber .... jetzt gehört es zu den Stücken .. die mir am besten gefallen .. und mich beinahe am tiefsten und heftigsten mit sich reissen können .. 

"The Ministry of Lost Souls" .. ah .. wie ich beinahe vermutet habe .. es fängt schon mal langsam und getragen an .. melancholisch, wenn ich mich nicht täusche .. und LaBrie fängt an, die Geschichte zu erzählen .. mit der Zeit steigert sich das Lied .. und kommt schon heftig und furious aus den Boxen auf den Flügen der Noten .. macht einigermassen Spass .. aber gehört für mich nicht zu den muss ich jeden Tag gehört haben Liedern ...

"In the presence of Enemies Part II" .. für dieses Lied braucht es einiges an Zeit ... und das nur schon .. weil es knappe 17 Minuten lang ist .. aber .. keine Sekunde davon ist langweilig .. 

Für mich wieder einmal ein Album von DT, das über alle Zweifel erhaben ist ..